1.7 stars - 3 reviews5

einnähen : siehe Kommentar [einnähen]


-1

einnähen

[ einahn ]
siehe Kommentar

Referenz von einnähen




Art des Wortes: Verb

Kategorien: Veraltet, Historisch

Erstellt von: albertusmagnus am Dec.2009

Ähnlich klingend:  
einhauen  
+51
           
einnähen  
+47
             

Links: Österreichisches Wörterbuch : einnähen V W - Referenz von einnähen

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Bewertungen (3)



0
Eine ehemals verbreitete,
nunmehr Gott sei Dank abgekommene Sitte der Alpenbevölkerung war das "Einahn": Kindern wurde die Unterwäsche zu Winterbeginn zugenäht, sodaß sie nicht mehr ausgezogen werden konnte. Erst im Frühjahr wurden die Bedauernstwerten wieder herausgeschnitten! Das Odeur, das sie verbreitet haben, muß phänomenal gewesen sein. Vielleicht weiß jemand, warum man das gemacht hat? Ich kann jedenfalls keinen Sinn erkennen! Jedenfalls dürfte von diesem Usus das "Einahn" ins Gefängnis kommen...
von albertusmagnus am Dec.2009

 
0
Profundes Hintergrundwisssen...
aber ist das belegt? Meine Skepsis soll Dich nicht kränken, es klingt ja wirklich wild!
von klaser am Dec.2009

 
0
Vielleicht ist es ja nur eine Mär,
jedenfalls wurde es mir so erzählt. Werde mich aber beim steirischen Volkskundemuseum um eine Bestätigung bemühen und hier veröffentlichen.
von albertusmagnus am Dec.2009

 
0
Eingnaht:
1910 bietet das Kaufhaus Roman Mayr in München "Fatschen" um 32 Pfennig pro Meter: "Offensichtlich hatten die Mütter von Kindern auf das Einnähen mit Babyband und Schnürnadel noch nicht verzichtet"
Ulrike Zischka: "Vater, Mutter, Kind: Bilder und Zeugnisse aus zwei Jahrhunderten." Hg. v.
Münchner Stadtmuseum, München 1987, S. 165
von Koschutnig am Dec.2009

 
0
Aus Berlin von einem Schweizer
Herbert Luethy in: "Der Monat" hg.v. Gesellschaft für Internationale Publizistik, Ausgabe 43-48, Berlin 1952, S. 303:
"...um die allereinfachsten Dinge der Kinderpflege zu lernen: wie man Windeln anfertigt, daß man die Säuglinge nicht einnähen und wochenlang in ihrem Kot herumtragen, sondern sie waschen und ihnen die Windeln wechseln soll."
Allerdings steht das unter "Nordafrikanische Impressionen"...
http://tinyurl.com/ylepcwpauch: http://tinyurl.com/ydz2eqo S. 121
von Koschutnig am Dec.2009

 
0
Dr. Roswitha Orač-Stipperger,
die Leiterin des Steirischen Volkskundemuseum, hat mir folgendes übermittelt:

Das “Einnähen“ gab es nicht im Sinn eines "traditionellen steirischen Volksbrauches“sondern als fact, der eher einer praktischen Notwendigkeit entsprang. Man hat Hemdund (Unter)hose einfach zusammengenäht, damit es wärmer war. Die "Entsorgung“funktionierte über die ohnehin zwischen den Beinen offenen Unterhosen. Mein Mannerwähnte auch einen Zeitungsbericht vor ca 15 – 20 Jahren (Kategorie Heiteres Bezirks-gericht und Ähnliches) wo es um einen Streit mit einer Lehrerin ging, die ein Kind, dasdas Mitturnen verweigerte, dazu zwingen wollte. Das Kind genierte sich wegen seineswinterlichen “Innenlebens“ vor den Mitschülern, der Lehrerin war der Grund nicht geläufig.
von albertusmagnus am Dec.2009

 
0
@Albertusmagnus, @Koschutnig:
Ich nehme dieses Muster an engagierter Mitarbeit zum Anlass, um mich zu bedanken. So wird "unser" Werk erst sinn- und wertvoll. (Ich bin leider aus Zeitgründen nicht in der Lage, mich so ins Zeug zu legen, wie ich es gerne tun würde.)
von klaser am Dec.2009

 
0
Ich fühle mich bauchgepinselt,
freute mich aber, wenn mir jemand die Geheimnisse verriete, wie man Bilder oder Tonbeispieleeinpflegen kann. Auch die Fontgröße sowie -farbe können geändert werden, wenn man zu denWissenden gehört...
von albertusmagnus am Dec.2009

 
0
Eine Ergänzung von Frau Dr. Roswitha Orač-Stipperger:
Das angeführte Zitat (bezüglich des Fatschenangebotes) bezieht sich wohl auf eine andere Gewohnheit, nämlich das ebenfalls nicht gerade "artgerechte“ enge Einfatschen von Säuglingen. Das ursprünglich hinterfragte "Einnähen“ betraf ja auch schon gehfähige Kinder.
von albertusmagnus am Dec.2009

 
0
Ich sags ehrlich...
ich würde dieses Wort oder wie immer man diesen Eintrag bezeichnen mag, im Reich der Sagen und Märchen suchen.
Es kann möglich sein, dass es etwas ähnliches einmal gab. Eigentlich ist es auch die Frage, wann od. im welchen Jahrhundert es dieses gab. Und eine weitere Frage wieder , wer sucht sowas in einem Wörterbuch? albertusmagnus möge mir verzeihen, aber ich würde doch bei der Auswahl der Einträge wählerischer sein, damit hier nicht der Eindruck ensteht, es wäre viel Müll. Hier geht es bekanntlich um österreichische Wörter, die einem Wörterbuch würdig sind. Oder sehe ich das falsch? Siehe Kommentar???? Was soll das für eine Übersetzung sein?
von System1 am Dec.2009

 
0
Wie an anderer Stelle schon geschrieben,
ich sehe OSTARRICHI nicht als reines Wörterbuch, sondern als Sammlung des Österreichischen Idioms.Manche Ausdrücke sind einfach unübersetzbar, sie brauchen eine längere Erklärung, daher habe ichbei der Übersetzung diese Form gewählt.

"Einahn" wird in dieser Bedeutung Gott sei Dank zwar nicht mehr gebraucht, als mögliche Erklärung für"einahn" = "einsperren" habe ich es trotzdem eingestellt!

von albertusmagnus am Dec.2009

 
0
Und wie soll man die Übersetzung nun ins Buch übertragen?
Dieser Eintrag ist irgendwie halbfertig. Ob nur ein Kommentar dazu genügt? Das wäre mir dann aber ganz neu.
von System1 am Dec.2009

 
0


von albertusmagnus am Dec.2009

 
0


von albertusmagnus am Dec.2009

 
0


von albertusmagnus am Dec.2009

 
0


von albertusmagnus am Dec.2009

 
0
Inwieweit halbfertig?
Ausreichender als dieser Eintrag sind nur wenige belegt!

Im Übrigen solltest Du Dein Wörterbuch-Denken einer Revision unterziehen, wie von mir schon eins ober Dir festgeschrieben, gibt es für manche Redewendungen keine 1:1-Übersetzung. Da-für dienen eigene Werke, in denen Redewendungen ihren Platz finden. Aber es ehrt Dich, sichums "Buch", zu dem Du noch nichts beigetragen hast, solche Gedanken zu machen...
von albertusmagnus am Dec.2009

 
0
Wenn einem was nicht gefällt gibt es eine einfache Methode: Nicht positiv bewerten!
von ant18ikes am Mar.2016

 
0
Aus einem Schneiderinnenhaushalt stammend habe ich das Wort "einnähen" in lebhafter Erinnerung. Da wurde es sowohl auf die Saumlängen kürzen als auch auf Abnäher enger machen angewendet.
von ant18ikes am Mar.2016

 


  Anmelden zum Kommentieren






Links: Russwurm | Volkswörterbuch ÖAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.