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Kobis : Weißkohl, Kappes [Kobis] (Oberkärnten)


-1

Kobis

der, -, -
Weißkohl, Kappes

Referenz von Kobis




Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Natur

Tags: Tirol Salzburg Oberkärnten

Erstellt von: Koschutnig am Aug.2015

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Bekanntheit

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Als er einmal während der Messe bei einem »Dominus vobiscum« wie zufällig durch das Fenster ins Freie sah und bemerkte, dass sich eine Kuh im Acker herumtrieb, rief er ohne Bedenken dem Ministranten zu: »Bue, siehgsch net, die Kueh isch übern Kobis her! Geah außi und treib sie wegk!« Der Scherzreim »Ora pro nobis, die Kueh isch im Kobis« mag sich von jener Episode herleiten. Kobis = Weißkohl
Quelle: Hans Fink, Weil mir's g'fållt

51. Ora pro nobis,
die Kuh rennt in Kobis,
Der Knecht geht wehrn
Und kimmt in die Dörn
Quelle: Ignaz Zingerle, Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes (1857)

5482. Ora pro nobis,
der Pfarrer geaht in Kobis,
der Koprater geht in die Ruabn,
das sein verflixte Buabn.
Quelle: Walther Deutsch, Gerlinde Haid, Beiträge zur musikalischen Volkskultur in Südtirol, Böhlau, Wien 1997
Kraut vi da Bottige oda vin Panzl, longs vin Kobis, s'kurschze vi Rübn - Kraut vom Bottich oder dem Rundfass, langes von Kohlköpfen, kurzes von Rüben
Quelle: Siegmund Kurzthaler, Geschichte, Kunst, Kultur. Begegnungen in der Nationalparkregion Hohe Tauern (1997)
„Erdäpfel und Kobis isch im Pustertal 's beste Obis!“ (Obst)
Quelle: Hans Fink, Verzaubertes Land
Das aus dem Kohl bereitete Kraut ist als Sauerkraut allgemein bekannt, es wird Kobis- oder auch Zettelkraut genannt.
Quelle: Südtiroler Landesmuseen, Bewahrte Volkskultur. Führer durch das Volkskundemuseum in Dietenheim (2004)
Kabis jedoch ist schweizerisch:
Der Kabis unterscheidet sich vom Köhl durch seine glatten Blätter […]Nach dem frischen Gebrauch wird aber der Kabis hauptsächlich in Salz (als Sauerkraut) konservirt.
Quelle: Andries Kraft, Haus- und Gemüsegarten

von Koschutnig am Aug.2015

 


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

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